Theater, Performance

Geschichte, Fotos & Diskussion über Nackten Protest

"Wenn dieser Tage Frauen mit Parolen auf ihren nackten Oberkörpern gegen NPD-Treffen in Deutschland oder Berlusconis Stimmabgabe in Italien demonstrieren, kommt Kritik aus der radikalen Linken, obwohl die Protestform Teil unserer Geschichte ist."

In den Kommentaren dazu der Hinweis, dass sich Kritik an aktuellen Formen von nacktem Protest meist auf die Gruppe/Organisation FEMEN beziehen, wegen deren teilweise reaktionären Positionen.

https://linksunten.indymedia.org/de/node/79710

Agraprofit - Marktstand mit Billigst-Lebensmitteln (September 2012)

Der Kurzfilm dokumentiert eine Guerilla Aktion, die im September 2012 auf dem Wochenmarkt einer deutschen Großstadt durchgeführt wurde. Das fiktive Unternehmen „Agraprofit” ist neu auf dem Markt und hat ein innovatives Verkaufskonzept: Billige Produkte und gleichzeitig volle Transparenz der Produktionskette. Es konfrontiert die Kundschaft dezent lächelnd mit den Produktions- und Handelsbedingungen der angebotenen Billiglebensmittel. Schilder zeigen, was hinter den Produkten steckt: Zum Beispiel “Kinderarbeit? – Dann sind sie wenigstens weg von der Straße!”.

Hintergrund der Aktion: Deutsche zählen zu den größten Schnäppchenjägern Europas. Noch immer ist der Preis, insbesondere bei Lebensmitteln, wichtigstes Kaufkriterium. Die Lebensmittelindustrie täuscht mit schönen Werbeslogans über die fragwürdige Entstehung der Billigprodukte hinweg. Aber wie aufgewühlt, beunruhigt oder auch unbeeindruckt reagieren die Menschen, wenn sie direkt hören, welche Zustände andernorts mit ihrem Einkauf verbunden sind? Der Film dokumentiert die verschiedenen Reaktionen und hinterlässt die Frage, wie man selbst reagiert hätte. Was die Käufer nicht wissen: Alle Erzeugnisse an diesem Marktstand kamen aus Öko-Landbau und Fairem Handel!

Die Aktion fand im Rahmen der Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!” von Naturland und dem Weltladen-Dachverband statt.

//agraprofit.de
//www.oekoplusfair.de/mediathek/kampagnenfilm

Five reasons to get naked (in protest) (Nadine Bloch, Dezember 2012)

Nadine Bloch über nacktes Protestieren und seine Möglichkeiten:
Gaining Media Coverage, Nudity embodies vulnerability, Being naked emphasizes our connection to nature, Show you have skin in the game, When you’ve got nothing left to wear… wear nothing!

//wagingnonviolence.org/2012/12/five-reasons-to-get-naked-in-protest/

Aktion Theater Kampagne - eine Broschüre mit Anregungen zum selbermachen (SOS for Human Rights 2012)

Das Bündnis SOS for Human Rights hat eine neue Broschüre veröffentlicht: "Aktion Theater Kampagne - eine Broschüre mit Anregungen zum selbermachen".
Neben Berichten zu Aktionen im Rahmen der Kampagne gibt es Anleitungen für Straßenaktionen zum Thema Flucht, Asyl und Flüchtlingspolitik.
Links zur pdf-version:
//www.sos-for-human-rights.eu/images/stories/sos_fhr_webversion.pdf

Cleaning Swiss Bank (Zürich, Februar 2012)

YesMen, Voina, Reverend Billy und Mac Ghillie in Zürich: “Der «coffeebreak of a revolution» (3.-5. febr.), der im rahmen der ausstellung «dada new york II: the revolution to smash global capitalism» im cabaret voltaire stattfand, war sehr produktiv. es fand ein intensiver austausch zwischen lokalen und internationalen kreativen aktivisten statt. neben den geplanten aktionen, reverend billy trieb der UBS den teufel aus und das aufhängen der voina-banner, stieg die ganze bande spontan in die macghillie-anzüge (knowbotiq) und stürmte die lobbys der zwei schweizer grossbanken UBS und CS. “Punkt 15 Uhr am Zürcher Paradeplatz platzten rund 15 als Wischmops verkleidete Aktivisten in die Banken CS und UBS ein und führten eine Oberflächenreinigung durch. Meier pries die Aktion als «neue Reinigungstechnologie an, die auf Ganzkörpereinsatz basiert.» Und: «Ein internationales ExpertInnenteam wollte damit der hartnäckigen Verschmutzung der Schweizer Banken auf den Leib gehen.» Die Sicherheitsleute der UBS und CS seien sichtlich überrumpelt gewesen, so Meier, dessen heiteren, symbolträchtigen Events immer wieder mediale Aufmerksamkeit erregen. «Man versuchte uns zu stoppen, aber das war bei 15 Wischmops schwierig.»”
von: //www.everydayrebellion.com/post/17605306233/cleaning-swiss-banks-yesmen-voina-reverend

Schluck & weg-Straßentheater-Tour 2012

Schluck & weg ist die ehrenamtliche Theatergruppe der BUKO
Pharma-Kampagne. Sie geht jedes Jahr für zwei Wochen auf
Tournee. In wechselnder Besetzung existiert die Gruppe seit
1984. Für uns steht nicht schauspielerisches Geschick oder ein
perfektes Theaterstück an erster Stelle, sondern Spaß an der
Sache gekoppelt mit politischem Engagement. Aktionstheater
begreifen wir als Medium entwicklungspolitischer Öffentlich-
keitsarbeit. Wir bieten euch die Möglichkeit, diese Aktions-
form kostenlos kennen zu lernen und auszuprobieren.
tionen, leisten organisatorische Unterstützung und tragen die
Kosten des Projekts (Reisekosten, Seminare, etc.).
Während der Theater-Tournee reist Schluck & weg quer durch Deutschland. Die Gruppe hat einen eigenen bunt bemalten Anhänger für die Requisiten, ein Leihfahrzeug dient als
Tourneebus. Täglich gibt es mehrere Aufführungen in Fußgängerzonen, auf Schulhöfen und öffentlichen
Plätzen. Nach dem Stück stellen sich die SchauspielerInnen
der Diskussion mit dem Publikum. Die Gruppe übernachtet in
einfachen Unterkünften und wird rundum verpflegt.

Gemeinsam mit einer Theaterpädagogin und Regisseurin erarbeiten wir mit euch an vier Seminar-Wochenenden
ein 20-minütiges Theaterstück. Wir liefern euch Informa-
Jedes Jahr suchen wir aufs Neue 8-9 Personen, die Lust haben,
mit uns auf Tournee zu gehen. Zusätzlich brauchen wir Ko-
operationspartner vor Ort (z.B. Schulen, Weltläden, soziale und gesundheitspolitische Initiativen), die das Straßentheater zu sich einladen und damit die Themen unserer Kampagne in die Öffentlichkeit tragen wollen. Die Partnergruppen sorgen für eine Auftrittsgenehmigung, machen Werbung und kümmern sich um Unterkunft und Verpflegung für die SchauspielerInnen.

//www.bukopharma.de/index.php?page=strassentheater

Pussy-Riot-Aktivist*innen inhaftiert (Moskau, März 2012)

Aktuelles über die Inhaftierungen:
//www.freepussyriot.org

"Im Herbst des vergangenen Jahres tauchten erstmals Aktivist*innen mit selbstgemachten Stricksturmhauben, schrillem Outfit, Rauch und Pyrotechnik auf den Straßen Russland auf. Es begann auf einem Bus im Zentrum Moskaus. Sie sangen vor einem Moskau Knast für die im Dezember während der Proteste gegen die Fälschungen der Duma-Wahlen inhaftierten Menschen. Eine weitere Performance enterte die Moskauer Metro. Legendär und erstmals auch weltweit wahrgenommen wurde die Aktion auf dem Roten Platz in Sichtweite des Kreml. Ende Februar diesen Jahren setzten die Artivist*innen noch eins drauf und feierten in der Christus-Erlöser-Kathedrale, der Kirche mit dem engsten Bezug zum russisch-orthodoxen Patriarchat und dem Staat, eine „Punk-Andacht“ und baten in kirchenslawisch darum, daß die Jungfrau Maria Putin endlich verjagen solle."
//de.indymedia.org/2012/03/327006.shtml

Kuss-Überfälle auf Soldatinnen/Polizistinnen:
//www.youtube.com/watch?v=l0A8Qf893cs&context=C43c962aADvjVQa1PpcFM8gK_obMbuFAK1UHdPlJWvcL7EEK8CHmk=

Pussy-Riot-Band-Auftritte an verschiedenen Orten:
//www.youtube.com/watch?v=CZUhkWiiv7M&context=C47a919eADvjVQa1PpcFM8gK_obMbuFDEDD-13-DtRvbyeYjLZ86k=

Pussy Riot Blog //pussy-riot.livejournal.com
Pussy Riot Videos //www.youtube.com/PussRiot

Rote Flora: „Grundbuch zerscheppern!“ (Hamburg März 2011)

"Bei einer "Aktionistischen Behördensprechstunde", zu der die Kampagne "Flora bleibt unverträglich!" aufgerufen hatte, wurden heute vor dem Grundbuchamt die Grundbücher der Roten Flora und mehrere anderer Projekte [symbolisch, inkl. Bürgerbeteiligungsverfahren] zertrümmert."
//de.indymedia.org/2011/03/303608.shtml

Aktionstheater zu FRONTEX (Karlsruhe Juli 2011)

"Während dem “Fest” in Karlsruhe, einer großen dreitägigen Open Air Veranstaltung, zu dem jedes Jahr über 150 000 Mensch kommen, wurde mit Aktionstheater auf einem See des Festgeländes auf die Situation von Flüchtlingen, die Flüchtlingsabwehr an den EU-Außengrenzen, und die Rolle der militärischen Flüchtlingsabwehragentur Frontex der EU aufmerksam gemacht.

Obwohl der beim “Fest” eingesetzte Sicherheitsdienst gleich mit zahlreichen Mitarbeitern versuchte, die Aktion zu beenden, konnte diese doch wie geplant zu Ende geführt werden. Eine symbolische Aufklärungsaktion über das Massensterben von Tausenden von Flüchtlingen an den Außengrenzen der EU wird offensichtlich immer noch als bedrohlicher empfunden, als der Tod vieler verzweifelter Menschen, von denen viele ihre Heimat verlassen haben, um dem Tod zu entrinnen."
Bericht, Film und Fotos unter:
//stop-deportation.de/index.php/aktions-theater-frontex/

Tänze als Protestform

Ein kleiner Überblick "Tänze als Protestform":

Die spanische Gruppe Yo Mango ( //en.wikipedia.org/wiki/Yomango ) organisierte seit 2002 im Rahmen ihrer Beschäftigung mit Aneignung Tangotänze in Supermärkten, bei denen sich, in die Tanzbewegungen integriert, Waren angeeignet wurden:
//www.youtube.com/watch?v=5pmuZYjR7gg
//www.labofii.net/reflection/video/video/yomangohi.html

Tangotanz während einer Blockade gegen den Castortransport ins Wendland (2008):
//www.youtube.com/watch?v=oav2KDOK0lo&feature=related

Tango gegen Atomkraft vor Banken (Münster, 2010):
//www.urgewald.de/index.php?page=12-159-463

Rumba-Performance in und vor einer spanischen Bank als Protest im Zusammenhang mit Banken-/Wirtschaftskrise (2010):
//www.youtube.com/watch?v=Wv5dh8v7mDs

und auch nochmal die tolle "Lady Gaga"-Performance in San Francisco:
//kreativerstrassenprotest.twoday.net/stories/6402834/

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