Street Art

Tausende Fragezeichen (Murrhadt, August 2008)

In der kleinen Gemeinde Murrhardt (ca. 30 km von Stuttgart) führten Fragezeichen, die über Nacht mit Kreide an praktisch alle Hauseingänge gemalt, sowie als kleine Zettel auf dem Marktplatz verteilt wurden, zu großer Verwirrung und öffentlicher Diskussion...
http://fragezeichen-in-murrhardt.blog.de/

Ein Musterbeispiel für die subversiven Möglichkeiten von Street Art als Kommunikationsguerilla.
Offen bleibt (wie so oft nach/bei solchen Aktionen) die Frage, ob/wie mit dem entstandenen Erregungskorridor umgegangen werden soll/kann, um der Interpretationsoffenheit der Aktion ggf. doch noch Inhalte folgen zu lassen - was ja nicht zwangsläufig sein muss bzw. bei vielen Kommunikationsguerilla-Aktionen gerade NICHT das Ziel ist, sich aber bei dieser Aktion, bei der die "Verursacher" enttarnt wurden, anbietet.

Aufkleber sind nicht zwangsläufig Sachbeschädigung (Prozess in Hamburg, 2008)

"(...) Im Verfahren gegen eine 22-jährige Aktivistin wegen
Sachbeschädigung hatte das Amtsgericht Hamburg-Altona die Angeklagte im April 2008 zu 15 Tagessätzen verurteilt, weil sie einen „Tschüss-Vattenfall“-Aufkleber auf ein Wahlplakat geklebt hatte. Das skurrile daran: Die SPD hatte sich explizit gegen eine Strafverfolgung
ausgesprochen und nur weil die Staatsanwaltschaft ein besonderes öffentliches Interesse bejahte, kam es überhaupt zum Prozess.

Dieses Urteil wurde nun in Revision vom Oberlandesgericht aufgehoben. Das Gericht stellte fest, dass es unzulässig gewesen sei, den Hauptbelastungszeugen der Polizei nicht zu laden und lediglich dessen Bericht zu verlesen. Darüber hinaus sei nicht belegt worden, ob der Aufkleber sich hätte ablösen lassen. Dies ist aber ein notwendiges
Kriterium, damit der Straftatbestand der Sachbeschädigung erfüllt ist.
(...)"

http://de.indymedia.org/2008/10/228693.shtml

Bußgeld für Beseitigung von Naziaufklebern (Greifswald, 2008)

Weil sie beim Entfernen von Nazi-Propaganda-Aufklebern an Straßenschildern, Lampenpfosten, etc. von der Polizei "erwischt wurden", bekamen einige Jugendliche in Greifswald Bußgeldbescheide.

Im Artikel auf indymedia und den zugehörigen Kommentaren wird dann auch der interessanten Frage nachgegangen, wer da eigentlich warum was bestrafen kann... und es gibt dazu noch nen Tip wie sich Nazi-Aufkleber am besten entfernen lassen:
http://de.indymedia.org/2008/06/219065.shtml

Street Art-Archiv: reclaimyourcity.net

umfangreiches Street Art und Urban Art-Sammlung unter:
http://www.reclaimyourcity.net/news/news.php

Sehr realistische Plakate von amnesty international

Preisgekrönte Plakatkampagne einer Werbeagentur im Auftrag von amnesti international Schweiz.

Die Kampagne war im Juni 2006 an 200 ausgesuchten Plakatwänden in Schweizer Städten zu sehen.

http://www.jdw.de/index.php/102746,103522?kampagne_id=13228&typ=bereichssieger

Großes NO G8 nahe Heiligendamm (März 2007)

Großes Wandbild „NO G8“ auf der Fassade des leer stehenden Ferienheims „Waterkant“ in Börgerende nahe Heiligendamm:
http://germany.indymedia.org/2007/04/173480.shtml

Es lebe die Strasse! (Artnet, Dezember 2006)

Alain Bieber schreibt in Artnet über den Tod der Galerie: „Wahrhaft visionäre Kunst, die gesellschaftliche Veränderungen prognostiziert und die als effektives Instrument einer symbolischen Gegenwehr funktioniert, findet heute nur noch im Off-Space statt. Also in jenen nicht-kommerziellen Kunstorten (...) Die Straße ist, war und wird das einzig wirkliche freie und demokratische Medium für die Kunst bleiben. Denn sie ist Nährboden, Blutkreislauf der Gesellschaft und das ideale Experimentierfeld. Sie ist die Ader des „Abenteuerspielplatz Stadt“ – alles ist möglich, mit einer Sprühdose, einem Aufkleber, einem Marker und einer Idee. Bemalt, besprüht, beklebt – belebt!“
http://www.artnet.de/magazine/features/bieber/bieber12-05-06.asp

Visual Kidnapping

Der Spiegel berichtet über das Ausschneiden und "Entführen" von Figuren und Objekten aus großformatigen kommerziellen Werbebannern als neue Street Art und Rückeroberung der Stadt:

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,431043,00.html

3-D-Straßenmalerei

Keine politische Protestaktion, sondern kommerzielles Guerilla-Marketing, aber trotzdem sehenswert, da unglaublich dreidimensional wirkende Straßenmalerei:
http://www.redjellyfish.com/fun/street-art.html

Überklebte Ortsschilder in Kiel (Juli 2006)

Unbekannte „überklebten (...) mehrere Ortseingangsschilder in Kiel mit einem durch einen roten Balken durchgestrichenem 'Freie Bildung'.“

Fotos unter:
http://germany.indymedia.org/2006/07/151469.shtml

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Archiv

Juli 2009
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 
 

Aktuelle Beiträge

Denkmal für Opfer...
"Am Pfingstsamstag stellte der Arbeitskreis „Angreifbare...
Trick - 26. Jun, 10:44
Pappkarton-Aktion während...
Bericht über die Kampagne gegen die Unterbringung...
Trick - 26. Jun, 10:15
GRIPS-Projekt "Theater...
Theater in Bewegung Theorie und Praxis entwicklungspolitischer...
Trick - 26. Jun, 10:02
bundesweiter Flash Mob...
Aus dem Umfeld des bundesweiten AK Vorratsdatenspeicherung...
Trick - 2. Jun, 20:30
Rezension "Kontrollverluste"
Leipziger Kamera (Hrsg.): Kontrollverluste. Interventionen...
Trick - 31. Mai, 11:13

Status

Online seit 1745 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 26. Jun, 10:44

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this topic

twoday.net AGB


0 Ueber diesen Weblog
Adbusting und Subvertising
Aktivismus
Ausstellungen,...
Banner und Transparente
Blockaden
Buecher, Magazine, Texte,...
Clowns
Critical Mass
Demo-Parolen
Figurentheater
Flash Mob
go-stop-act
Gruppen und Projekte
Guerilla Gardening
Innenstadt-Camps etc.
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren