Paraden, Umzuege, kreative Demos

"Heraus zum Tag der sozialen Arbeit. Rein in den Problembezirk Villenviertel" (Berlin, 1. Mai 2018)

Mehrere Tausend Menschen sind am 1. Mai einem Aufruf der Hedonistischen Internationale ins "Problemviertel" Berlin-Grunewald gefolgt. Mit Musik und Parolen wie ""Grunewald – gefährliche Parallelgesellschaft" gings vorbei an Villen, Pools und teuren Autos.

"In Grunewald liegt der Mietpreisdurchschnitt bei 14 Euro den Quadratmeter. Das Quartiersmanagement Grunewald setzt sich dafür ein, dass hier die Mietpreise sinken und Anreize geschaffen werden, damit den Prekarisierten auch mal ein bisschen frische Waldluft um die Nase säuselt."

Berichte:
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1086976.tag-der-sozialen-arbeit-problemkiez-villenviertel.html
https://www.tagesspiegel.de/berlin/mai-demo-in-grunewald-hedonistische-internationale-zieht-durchs-villenviertel/21232880.html

Prozession mit Schutzpatronin gegen Gentrifizierung (Mexico 2018)

gefunden auf tagesschau.de:

"Prozessionen sind in Mexiko nichts Ungewöhnliches. Jedes Dorf hat einen Heiligen oder eine Schutzpatronin, die inbrünstig verehrt werden. Doch der Zug der Gläubigen, der sich an diesem Tag durch das Viertel Juarez in Mexiko-Stadt schlängelt, ist etwas Besonderes. Er sieht eher nach politischer Demonstration aus als nach einer religiösen Prozession.

Es werden Rufe skandiert gegen die Wohnungsnot, und gegen die Vertreibung alteingesessener Mieter durch Immobilienkonzerne, die die Preise im Viertel in astronomische Höhen treiben. In der Mitte des Zuges wird eine puppengroße Figur getragen: Santa Mari La Juaricua.

Es ist eine Heilige, die von einer Künstlergruppe erfunden wurde, als Schutzpatronin gegen die sogenannte Gentrifizierung, sagt Mitinitiator Jorge Baca: "Ich habe die Gentrifizierung satt. Ich habe es satt, dass die Immobilienhaie kommen und die Leute vertreiben. Deswegen habe ich eine Heilige erfunden."

Mehr: http://www.tagesschau.de/ausland/mexiko-447.html

Mit aufblasbarer Riesenlunge für gesunde Stadtluft und weniger Autos (Stuttgart, März 2017)

Mit einer aufblasbaren Riesenlunge von Tools for Action (http://www.toolsforaction.net/) protestierte ROBIN WOOD in am 30. März in Stuttgart im Rahmen einer großen Demonstration für eine drastische Reduzierung des individuellen PKW-Verkehrs, ticketlosen öffentlichen Nahverkehr und bessere Bedingungen für RadfahrerInnen.
Über ein Soundsystem war begleitend Röcheln, Kinderhusten und in Endlosschleife der Amtseid des grünen Stuttgarter OBs Kuhn "zum Wohle der Stadt und ihrer Bewohner zu handeln" zu hören...
https://www.robinwood.de/aktionen/auf-lunge-luftwiderstand-gegen-dieseldreck-stuttgart

Hologramm-Demo vor spanischem Parlament (Madrid, April 2015)

Der Standard schreibt
"Wer vor dem spanischen Parlament demonstriert, kann mit einem Bußgeld von bis zu 600.000 Euro belegt werden. So steht es im vor Ostern in Kraft getretenen "Gesetz zur Sicherheit der Bürger". Tausende Menschen aus aller Welt ließen sich davon nicht abschrecken: Sie kamen am Freitagabend vor dem Kongress in Madrid zusammen - und zwar als Hologramme.
Die Demonstration wurde dreidimensional in den Raum vor der spanischen Volksvertretung projiziert. Die Teilnehmer hatten ihr Gesicht zuvor für die "weltweit erste holographische Demonstration" auf einer Internetseite des Bündnisses "Wir sind kein Delikt" eingescannt, das bereits seit Monaten gegen das sogenannte "Knebelgesetz" der konservativen Regierung unter Mariano Rajoy mobilmacht. "Mit unserer Initiative erzählen wir von einer surrealistischen Zukunft, in der du dich erst entmaterialisieren musst, um die fehlende Meinungsfreiheit anzuklagen", erklärte eine Sprecherin des Bündnisses."

http://www.best-practice-business.de fragt:
"Diese Aktion hat für viel öffentliche Aufmerksamkeit gesorgt. Jetzt stellt sich die Frage: Macht dieses Modell Schule? Wir sind uns einig, dass von den Hologrammen viel weniger Gewalt ausgehen kann als von randalierfreudigen Demonstranten. Zudem könnten auf diese Art und Weise viel mehr Menschen mobilisiert werden, sogar weltweit. Allterdings stehen dem auch Kosten gegenüber (um die Hologramme vor Ort zu projizieren). Aber letztlich entfallen dadurch auch Reisekosten. Ein interessanter Ansatz, wie virtueller Protest auch real “abgebildet” werden kann. Fragt sich nur, wann Protestroboter zum Einsatz kommen."

Fotos und Film:
http://urbanshit.de/erste-virtuelle-hologramm-demonstration-vor-dem-spanischen-parlament/
http://www.independent.co.uk/news/world/europe/spains-hologram-protest-thousands-join-virtual-march-in-madrid-against-new-gag-law-10170650.html

Wunsiedel macht aus Nazi-Aufmarsch Spendenlauf (2014)

Am 15. November 2014 gingen die Neonazis in Wunsiedel auf die Straße. Wir konnten sie nicht stoppen – aber wir konnten sie für was Sinnvolles laufen lassen: Und so wurde erstmals in der Geschichte ein rechter Trauermarsch in einen Spendenlauf umfunktioniert – ohne Wissen der Beteiligten. Für jeden gelaufenen Meter gingen 10 € an EXIT-Deutschland – das Aussteigerprogramm für Neonazis. Das Ergebnis: 10.000 € und jede Menge überraschte Rechte. EXIT ist angewiesen auf eure Spenden. Deswegen: Gehet hin und spendet auf www.rechts-gegen-rechts.de!!!

Film: https://www.youtube.com/watch?v=ysTqSHoTz0M
mehr Infos: http://www.rechts-gegen-rechts.de/

Menschenketten von 1983 bis heute

KONTEXT:Wochenzeitung schreibt über Menschenketten:
"Mit 100 Kilometern war sie die "längste Menschenkette aller Zeiten", schrieb die Ulmer "Südwest Presse". Hand in Hand standen am 22. Oktober 1983 etwa 400 000 Menschen zwischen Stuttgart und Neu-Ulm, um gegen die geplante Stationierung von nuklearen Mittelstreckenraketen zu protestieren. Seitdem gibt es immer wieder Nachahmer der neuen Protestform."

In einem Gespräch mit Wolfgang Sternstein geht es um die Menschenkette 1983, die damalige Friedens- und Anti-Atom-Bewegung und den Vergleich mit der Bewegung gegen Stuttgart 21.

Demoparade Butt&Better gegen Fashion-Terror (Berlin, Juli 2013)

gefunden auf der Homepage von INKOTA:

"Noch wenige Stunden vor dem Beginn der Demoparade Butt&Better strömten zahlreiche Modeliebhaber in das nur einige Schritte entfernte Zelt der Berliner Fashion Week auf der gegenüberliegenden Seite des Brandenburger Tors. Doch am frühen Abend versammeln sich dort hunderte Menschen in außergewöhnlichen Kostümen: Aus Second-Hand-Klamotten, Pommesschalen, benutzten Teebeuteln und allerlei anderem „Müll” sind phantasievolle so genannte Trashion-Outfits entstanden. Nach dem Motto „Trashion statt Fashion” machen die Anwesenden begleitet von lauter Bassmusik die ganze Stadt von der Friedrichstraße bis zum Platz der Luftbrücke zu ihrem Laufsteg. Doch es geht nicht nur um alternative Mode: Die aufrufenden Organisationen Kulturersatz e.V., INKOTA und die Kampagne für Saubere Kleidung setzen damit ein starkes Zeichen gegen Fashion-Terror, für faire Arbeitsbedingungen und Löhne in der weltweiten Textilindustrie (...)"

mit Fotos und Film unter:
http://www.inkota.de/aktuell/veranstaltungen/bildergalerie-demoparade-butt-and-better-2013/#c9597

Disability + Mad Pride Parade (Berlin, 2013)

gefunden im Newsletter der Bewegungsstiftung:

"behindert und verrückt feiern": 1.000 Menschen machen mit.

Erfolgreich demonstriert hat unser Förderprojekt "Disability & Mad
Pride" Mitte Juli in Berlin. 1.000 Menschen mit Behinderungen und
Psychiatrieerfahrung und ihre UnterstützerInnen zogen unter dem Motto "behindert und verrückt feiern" durch Neukölln und Kreuzberg. Das Ziel der Parade: für die eigenen Rechte eintreten, gegen Stigmatisierung kämpfen, Spaß haben!
Hier gibt es Fotos und ein Video von der Parade:
http://www.pride-parade.de/fotos.html
http://www.tagesspiegel.de/berlin/erste-pride-parade-in-berlin-die-rollis-bestimmten-das-tempo/8493028.html

Warum gemeinsam feiern und tanzen auch politisch ist, erklärt
Behinderten-Aktivistin Theresia Degener in ihrer eindrucksvollen
Ansprache - samt Karate-Tritt gegen den Terror der Normalität!
http://www.youtube.com/watch?v=12NeKUEfUX0

Spielzeug-Demo in Sibirien

auf spiegel online gefunden:
"Weil russischen Oppositionellen die Kundgebung verboten wurde, schickten sie Comic-Figuren und Kuscheltiere zum Protestieren. Die Polizei griff gegen die Spielzeug-Demo in Sibirien zunächst nicht ein. Aber jetzt will sie doch prüfen, ob der Aufmarsch im Schnee legal war."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,811974,00.html

Bunte "Wir haben es satt! – Bauernhöfe statt Agrarindustrie!"-Demo (Berlin, Januar 2012)

Das Umbruch Bildarchiv hat eine Zusammenstellung schöner Fotos von der bundesweiten Demonstration "Wir haben es satt! – Bauernhöfe statt Agrarindustrie!" anlässlich des Internationalen Agrarministergipfels während der Grünen Woche in Berlin am Samstag, den 21.1. 2012 ins Netz gestellt. Kreative Demo mit vielen Verkleidungen, Masken, schönen Transparenten,...:
http://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/210112agrardemo.html

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